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Rund ums Martinsfest - Ganslbraten und Martinsbrauch.
Das große Schlemmen - Brauchtum Martinigansl Essen - Martinsfest und Zinstag.

Brauchtum Martinigansl Essen - eine lange österreichische Tradition.
Am 11. November ist Martinstag - zum Gedenken an den heiligen Martin von Tours, gestorben im Jahre 397. Der heilige Martin soll seinen Mantel mit dem Schwert geteilt haben, um einen frierenden Bettler zu wärmen, weil er dem armen Bettler sonst nichts zu geben hatte. Sehr beliebt ist der Brauch des Martinigansl-Essens.

Martini als Zinstag.
Die Martinigans geht auf Martini als Zinstag zurück. Am Martinstag, wenn Feld und Wiese abgeerntet waren, begann für die Bauern das neue Wirtschaftsjahr. Früher wurden an diesem Tag die Löhne an Knechte und Mägde ausbezahlt. Pachtverträge wurden neu abgeschlossen und erneuert, der Pachtzins war fällig und die Steuern wurden an die Herren abgeführt.

Das große Schlemmen.
An Martini schlachteten die Bauern früher das Vieh, das aus Kostengründen nicht den ganzen Winter über gefüttert werden konnte. Zu den Tieren, die ihre Pflicht erfüllt hatten, gehörten auch die Gänse. Mit der Zeit ergab sich der Brauch, zu Martini eine Gans zu braten und ein Festessen zu veranstalten. Nun wurde noch einmal so richtig geschlemmt und alles genossen, was Feld und Stall zu bieten hatten, denn danach folgte bald die Adventzeit, in der man sich früher mit Zurückhaltung und Bescheidenheit, teilweise auch mit Fasten auf das große Christfest vorbereitete.
Die Geschichtsforschung weist darauf hin, dass das Fest zum heiligen Martin auf eine Erntedankfeier der Germanen zurückgeht, bei der dem Göttervater Wodan/Odin zu Ehren geschlachtet und gegessen wurde.

Die Weihnachtsgans.
Mit einem Gänseschmaus zu Martini beginnt die weihnachtliche Fastenzeit und so wie dem Anfang das Ende inne liegt ist es Brauch zu Weihnachten das Fasten auch wieder mit einem Gänsebraten zu brechen.
Eine Legende zur Weihnachtsgans erzählt, dass Queen Elizabeth die I. von England im Jahre 1588 zur Weihnachtszeit gerade eine Gans speiste, als sie die freudige Nachricht erhielt, dass die spanische Armada besiegt worden war. Da sie dies als gutes Omen deutete soll sie fürderhin die Gans zum Weihnachtsbraten erklärt haben. Und weil ein Gänsebraten etwas Gutes ist, waren wohl auch die Einwohner des europäischen Kontinents nicht abgeneigt diesem Genuss an Weihnachten zu frönen.

Guten Appetit!

 

 

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